1.4 Ernährung

Ernährung

am Beispiel der Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus) Abb. 1

   Abb. 1)  

              1 - 3 Führungsrohr,  4 Stechborsten mit Saug- und Speichelkanal

 

An der Unterseite des Wanzenkopfes befindet sich eine halbseitig offene Röhre, Rüssel oder Schnabel genannt, die aus 3 - 5 knick- und klappbaren Teilen besteht. Es handelt sich dabei um die umgestaltete Unterlippe (Abb. 1). In diesem „Futteral“, das auch als Führungsrohr dient, befinden sich zwei Paar sehr feine Stechborsten,  von denen ein Paar an den Enden mit scharfen Zähnen versehen ist.  Das zweite Stechborstenpaar, zu einer festen Einheit verfalzt,  enthält den Speichel- und den Saugkanal.

Um an die gewünschte Nahrung zu gelangen, sticht bzw. sägt die Wanze mit den äußeren Stechborsten winzige Löcher in das Pflanzenmaterial oder das Opfertier (Abb. 2).  In die entstandene Öffnung lässt sie Speichel einfließen, der die Nahrung so verflüssigt, dass sie über den Saugkanal (Abb. 3) aufgenommen werden kann.

   Abb. 2)  Abb. 3)
                                                  

Nach Beendigung der Mahlzeit werden die Saugwerkzeuge wieder im Führungsrohr verpackt und unter den Bauch geklappt (Abb. 4). 

    Abb. 4