3.0 Vorwort

Wanzen, vor allem deren Junglarven, sind teils nur wenige Millimeter groß und mit bloßem Auge kaum auszumachen. Um sie in der Natur aufzuspüren, bedarf es des Zufalls oder geschulter Augen. Wenn man den Wunsch hat, die äußerst quirligen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu präsentieren, wird das Fotografieren zur echten Herausforderung. Begegnungen mit frei lebenden, meist flugfähigen Wanzen lassen sich nicht planen und so kommen technische Hilfsmittel wie Stativ und Zusatzbeleuchtung nicht zum Einsatz.

Hin und wieder werden mir eingefangene Wanzen direkt “ins Haus geliefert”, die ich dann meist bei Tageslicht unter einer Glasplatte fotografiere. Auf diese Weise entstehen u.a. interessante, manchmal sehr hilfreiche Wanzen-Bauchansichten. Bei Innenaufnahmen setze ich gelegentlich ein Ringlicht ein. Selten jedoch erziele ich damit gute Fotoergebnisse, weil selbst träge Tiere durch die künstliche Wärmequelle quicklebendig werden, auf die Unterseite ausgelegter Pflanzenteile flüchten, oder in den Lampenschirm krabbeln bzw. fliegen, bevor ich auf den Auslöser drücken kann.

Um die Wanzen ihren Familien zuordnen zu können, sind Erkennungsmerkmale von Bedeutung, die oft nur durch gezielte Heraushebung winziger Details sichtbar gemacht werden können. Darunter leidet die Qualität der Fotos erheblich. 

Alle in dieser Website gezeigten Bilder sind aus freier Hand fotografierte, stark bis sehr stark vergrößerte, teils nachgeschärfte Aufnahmen im Super-Macrobereich, die keinen Anspruch auf fotografische Perfektion erheben, sondern nur der Dokumentation dienen. Ich bitte dies beim Betrachten der Fotos zu berücksichtigen.