Fangmethoden

Baum- oder Randwanzenlarven kann man an sonnigen Tagen im Frühjahr oft auf Himbeer- oder Brombeersträuchern finden, wo sie meist massenhaft auftreten. Es ist nicht schwer, eine Larve einzufangen. Wenn man leicht gegen die Blätter stößt, lassen sich die Tiere fallen und landen in eine darunter gehaltene Sammeldose, ein Stück Papier oder in die offene Hand.

         Links: Randwanzenlarve (coreus marginatus), rechts Baumwanzenlarven (Palomena prasina)

Beim professionellen Wanzenfang kann man sich einiger Hilfsmittel bedienen, die teilweise im Handel erhältlich sind. 

Da ist zum einen der Kescher, ein feinmaschiger Sack, der an einem festen Metallring hängt und einen Haltegriff besitzt. Er kommt zum Einsatz bei der Suche nach Wanzen, die in Bodennähe, in der Krautschicht, auf Stauden und niedrigen Büschen leben.

 

Das 2. Hilfsmittel, der Klopfschirm, ist ein mit feinmaschigem Stoff bespannter, flexibler Metallreifen, der benutzt wird, um Wanzen von hohen Sträuchern oder Bäumen zu sammeln. Der Schirm wird unter einen überhängenden Ast gehalten, der dann mit einem Stock abgeklopft wird.  

                                      

Das 3. gezeigte Instrument ist ein Exhaustor, der beim Einsammeln von winzigen Wanzen, die am und im Boden, im Wasser oder unter Baumrinde leben, gute Dienste leistet. Das Saugrohr wird vom Benutzer meist im Eigenbau hergestellt. Für Nichtfachleute ist dieses Gerät praktisch nicht einsetzbar.  

 

 

Laien, die keinerlei Fangausrüstung besitzen, können sich mit einem weißen Plastikdeckel oder einem aufgespannten, hellen Regenschirm behelfen.

Nicht vergessen: Sammeldose mitnehmen.

 

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