Raupenfliegen

 

Raupenfliegen sind Parasiten. Sie legen ihre Eier nicht nur auf und in Raupen ab, sondern benutzen oft auch Wanzen als Wirte. 

Die Weibchen der Cylindromyia interrupta (Bild links) stechen ihre Opfer an und legen ein Ei ab.  Die Larven entwickeln sich im Körper des Wirtes und verlassen ihn schliesslich, um sich im Boden zu verpuppen. Befallene Wanzen sterben nicht ab, sondern werden lediglich unfruchtbar. *)

Während sie ihre Eier in erwachsenen Wanzen injizieren, halten die Weibchen der Ocyptera brassicaria die Opfertiere mit einem komplizierten Klammerapparat fest. Die Larven überwintern halbwüchsig in ihren Wirten und bohren sich im Juni zur Verpuppung ins Freie. Der Befall ist für die Wanzen in der Regel nicht tödlich. *) 

Die Gymnosoma rotundatum heftet ihre Eier an Baumwanzen. Die Larven bohren sich in den Körper des Wirtes ein, überwintern dort halbwüchsig und verlassen ihn im Frühjahr zur Verpuppung. Der Wirt überlebt. *)

Auch die Ektophasia crassipennis (Bild rechts) hat sich auf Wanzen spezialisiert. Nach Art der Schlupfwespen legen die Weibchen ein Ei in den Wirt, aus dem sofort eine Larve schlüpft. *)

Wanzen der Gattung Aelia werden von den Weibchen der Cistogaster globosa parasitiert. Die Fliegen legen ihre Eier auf deren Rücken ab. Die Larven bohren sich ein und verlassen ihre Wirte erst wieder zur Verpuppung im Boden. *)

 

*) Alle Aussagen zu den Raupenfliegen und Wanzen als Wirten stammen aus Sauers Naturführer “Fliegen und Mücken”, 2. Auflage.  Sollten Besucher meiner Website widersprüchliche Angaben machen können, bitte ich um Richtigstellung.

 

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